
Es ist Heiligabend 2003, 15 Uhr. Die kleine Katharina erblickt in der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg das Licht der Welt. Die Schwangerschaft verlief ganz normal und die Eltern Christina und Joachim Gold freuen sich schon sehr auf ihre zweite Tochter. Doch nach der Durchtrennung der Nabelschnur fährt allen Beteiligten der Schreck durch die Knochen: Das Neugeborene färbt sich blau. Die Ärztin erkennt schnell, dass es sich um einen schweren Herzfehler handeln muss.
Die Herzarterien sind vertauscht, so dass nur sauerstoffarmes Blut zu den lebenswichtigen Organen gepumpt wird. Nur dank des bei Neugeborenen üblichen Lochs in der Herzscheidewand erhält der Körper überhaupt Sauerstoff. Doch dieses Loch schließt sich bereits in den ersten Stunden nach der Geburt.

Zum Glück unterhalten die Malteser gemeinsam mit anderen Hilfsdiensten in Würzburg einen speziellen Babynotarztwagen. Dieser bringt die kleine Katharina mit Blaulicht innerhalb von nur 45 Minuten in die Uniklinik Erlangen. Das Loch in Katharinas Herzscheidewand wird zunächst vergrößert, um Zeit zu gewinnen. Zehn Tage später können die Ärzte den Herzfehler vollständig und endgültig beheben.
Heute ist Katharina vollkommen gesund. Nichts an dem fröhlichen Kind erinnert mehr an die dramatischen ersten Tage. Aber Katharina ist kein Einzelfall! Jedes Jahr fährt der Babynotarztwagen in Würzburg 180 Einsätze. Viele kleine Leben konnten unsere Rettungskräfte mit ihrem Spezialfahrzeug schon retten. Bitte unterstützen Sie diese Arbeit und die Malteser Hilfe für Kranke, Schutzlose und Bedürftige mit einer Spende. Vielen Dank!
Letzte Änderung: 29.07.2010 – 17:31 Uhr