Immer wieder werden in der DR Kongo von den kämpfenden Gruppen auch Vergewaltigungen als Waffe eingesetzt. In den von den Maltesern unterstützten Gesundheitszentren finden die traumatisierten Vertriebenen Hilfe. Hier werden die Opfer medizinisch versorgt. Und speziell ausgebildete Trauma-Begleiterinnen helfen den Mädchen und Frauen zurück ins Leben: Indem sie den Gewaltopfern den Rücken stärken und ihren Zusammenhalt festigen, können sich die Frauen besser gegen Anfeindungen und Ausgrenzung wehren.
Und – ganz wichtig – die Helferinnen versuchen, die häufige Demütigung der Gewaltopfer auch durch Öffentlichkeitskampagnen zu überwinden. Die Ehemänner und auch das ganze Dorf werden darüber aufgeklärt, dass die Frauen keine Schuld trifft. So können die Betroffenen wieder bei ihren Familien sein und werden von der Dorfgemeinschaft aufgenommen.
Mit 80 Euro betreuen wir zehn Missbrauchsopfer im Kongo medizinisch und psychologisch.
Anteil der Menschen, die nicht lesen und schreiben können: 34,5%
Anteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze: keine Daten verfügbar
Sterberate bei der Geburt oder Schwangerschaft: 990 von 100.000 Müttern
Kindersterblichkeit: 83 von 1.000 (D: 4 von 1000)
HIV/AIDS-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren): 4,2%
Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu Trinkwasser: 80%
Unterernährte Bevölkerung: 41%
Letzte Änderung: 01.06.2010 – 11:03 Uhr