
Immer wenn das Wetter es zulässt, will Hans P. für eine Weile tief durchatmen, draußen an der frischen Luft. Der 87-Jährige liebt seine Stadt, die er als Architekt nach dem Krieg mit gestaltet hat. Manchmal erinnert er sich an die Zeit der ersten Neonreklamen. Dann erzählt er der ehrenamtlichen Hospizbegleiterin Sylvia D. davon und sein Blick bekommt einen besonderen Glanz.
Die ehrenamtliche Malteserin freut sich mit ihm. Denn jeder glückliche Moment, den Hans P. noch erlebt, ist für ihn ein kostbares Geschenk. Schon seit Längerem begleitet Sylvia D. den inzwischen so gebrechlichen Herrn P. „Er findet es gut, dass ich da bin“, sagt sie. „Eben hat er gefragt, ob ich noch ein bisschen bleiben kann. Das tue ich natürlich gern.“

Wer einen schwer kranken, sterbenden Partner versorgt, der lernt Tag für Tag, was das Versprechen „In guten, wie in schlechten Zeiten“ bedeutet. Denn Bekannte und auch viele Verwandte wenden sich ab. Viele Menschen können nicht verstehen, welche tiefgreifenden Veränderungen der nahende Tod des Partners in das eigene Leben bringt.
Zuverlässig und wenn nötig Tag und Nacht sind die beiden Malteser erreichbar. Sie schenken dem Sterbenden liebevolle Aufmerksamkeit und Zuwendung und entlasten Ingrid P. Auch nach dem Tod ihres Mannes werden sie ihr Trost und Hilfe anbieten. Denn Helfer der Malteser sind da, solange sie gebraucht werden.
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Die Geschichte des kleinen Julian lesen Sie hier.
Letzte Änderung: 18.08.2010 – 20:36 Uhr