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Überschwemmung Pakistan

Die von den Überschwemmungen Betroffenen kämpfen verzweifelt ums Überleben.
Die von den Überschwemmungen Betroffenen kämpfen verzweifelt ums Überleben.

Pakistan: Malteser helfen in größter Not

Die Lage in den Überschwemmungsgebieten in Pakistan wird immer dramatischer. Gewaltige Wassermassen überfluten die Straßen und Felder, ein Fünftel des Landes steht unter Wasser. Die UNO befürchet mehr Betroffene als nach dem verheerenden Tsunami 2004. Daher verstärken die Malteser die Hilfe im Katastrophengebiet und sind bis Ende der Woche mit drei internationalen und 50 einheimischen Kräften im Einsatz.

Mehr als 1.500 Menschen sind in den Fluten bereits ums Leben gekommen. Die Überlebenden harren unter notdürftigen Planen aus und warten verzweifelt auf Hilfe. Eltern können ihren Kindern nichts als dreckiges Wasser zu trinken geben und können ihren Hunger nicht stillen. Ihre Häuser, ihr Hab und Gut sind fortgespült. Rund 20 Mio. Menschen sind von den schweren Überschwemmungen betroffen, 6 Mio. brauchen sofort Hilfe um zu überleben.

"Die schwere Unterernährung vor allem der Kinder nimmt mit jedem Tag zu. Die oberen Regionen des Tals sind noch vollständig von der Außenwelt abgeschnitten", berichtet Malteser Mitarbeiter Alexander Bühler aus dem Swat-Tal. "Die Hitze ist unerträglich und die Kinder waschen sich in allem, was irgendwie wie Wasser aussieht und flüssig ist. Weitere Erkrankungen sind da vorprogrammiert", so Bühler.

Die medizinischen Teams melden zunehmend Durchfall- und Hauterkrankungen, die durch verunreinigtes Wasser hervorgerufen werden. Immer mehr Kinder, Alte und Geschwächte leiden außerdem wegen der nächtlichen Kälte der unwirtlichen Bergregion unter Lungenentzündungen.

Die Malteser leisten in drei Gesundheitszentren und in mobilen Kliniken medizinische Nothilfe für ein Einzugsgebiet von 70.000 Menschen im Swat-Distrikt. Die mobilen Kliniken der Malteser sind immer dort im Einsatz, wo sie am dringendsten gebraucht werden. So genannte "Cholera Kits" mit Medikamenten und medizinischem Material sollen helfen, den drohenden Ausbruch einer Epidemie zu verhindern. Die schnelle medizinische Behandlung der Patienten und Impfungen für Kinder helfen vorzubeugen.

Mehr als 1.000 Patienten versorgen die Malteser täglich.
Mehr als 1.000 Patienten versorgen die Malteser täglich.

Neben Medikamenten helfen die Malteser vor allem weiterhin mit Grundnahrungsmitteln - Reis, Mehl, Öl -  und so genannten "Non-Food-Items" wie Planen, Decken, Töpfen, Seife und Handtüchern, um die hygienische Situation zu verbessern und weiteren Erkrankungen vorzubeugen. Denn die Gefahr einer Epidemie in den provisorischen Lagern steigt ständig.

Jetzt müssen wir so schnell wie möglich unsere Kapazitäten aufstocken. Bitte helfen Sie in größter Not! Jeder Euro hilft, Menschenleben zu retten.

Letzte Änderung: 08.09.2010 – 13:03 Uhr

© 2010 Malteser Hilfsdienst e.V.