Kenia

Das zweite Leben

Diagnose: Tuberkulose.

Früher stand Gladys A. jeden Morgen um 5.30 Uhr auf, kochte Brei für ihre Kinder und fegte die Hütte peinlich sauber. Den Tag über balancierte sie eine Schüssel voll Fisch auf ihrem Kopf, den sie an die Hausfrauen ihres Viertels verkaufte. Wenn sie abends mit einem schmalen Verdienst in ihre ärmliche Hütte zurückkehrte, war sie gewiss, auch in den nächsten Tagen Gemüse und Hirse für ihre Kinder kaufen zu können.

Doch dann schien es, als würde Gladys von innen verlöschen. Sie wurde schwächer und schwächer, rang bei der geringsten Anstrengung nach Luft. Die Sorge um ihre Kinder ließ sie nachts kaum schlafen. Als sie sich schließlich ins Krankenhaus schleppte, diagnostizierten die Ärzte eine ansteckende Tuberkulose. Gladys hatte Glück: Die Malteser nahmen sie in ihr kostenloses Behandlungsprogramm auf.

Sechs Monate lang holte Gladys jede Woche ihre Medikamente im Gesundheitszentrum ab. In der Beratung erfuhr die 43-Jährige, wie sie es vermeidet, ihre Kinder und andere nahe stehende Menschen mit TB anzustecken. Aber auch, dass Tuberkulose oft zusammen mit einer HIV-Infektion auftritt. Gladys hatte große Angst, sich testen zu lassen. HIV, AIDS – das wäre nicht nur ein sicheres Todesurteil. Es würde auch totale Einsamkeit und Armut bedeuten. Wer würde dann noch Fisch von ihr kaufen? 

TB- und HIV-Kranke bekommen von den Maltesern kostenlose Medikamente.

Doch die schlimme Befürchtung bestätigte sich: Die sechsfache Mutter ist HIV-infiziert – wie jeder sechste Erwachsene in Nairobi. Von den Maltesern bekommt Gladys nun Medikamente, die den Ausbruch von AIDS verzögern. Sie kann wieder arbeiten und ihre Kinder versorgen. Gladys will dazu beitragen, dass Kranke wie sie nicht länger ausgegrenzt werden. „Seht her, ich bin noch da“, ist ihre Botschaft. Nur wer sich der Krankheit stellt, kann andere vor Ansteckung schützen.

Helfen Sie, dass Mütter wie Gladys so lange bei ihren Kindern sein können, wie diese sie dringend brauchen. Bitte spenden Sie!

Länderinformationen: Kenia

Anteil der Menschen, die nicht lesen und schreiben können: 26%
Anteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 50%, 22,8% mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag
Sterberate bei der Geburt oder Schwangerschaft: 1.000 von 100.000 Müttern
Kindersterblichkeit: 120 von 1.000 (D: 4 von 1000)
HIV/AIDS-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren): 6%
Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu Trinkwasser: 39%
Unterernährte Bevölkerung: 31%

Letzte Änderung: 01.06.2010 – 11:03 Uhr

So können Sie helfen:

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25 Euro pro Monat kosten lebensverlängernde Medikamente für HIV-Infizierte.

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Schon 50 Euro reichen, um vier unterernährte Kinder mit Lebensmittel zu versorgen.

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100 Euro kostet es, einen Tuberkulosekranken zu heilen.

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Sie haben Fragen?

Petra Ipp und Esther Finis

Petra Ipp-Zavazal steht Ihnen gerne zur Verfügung!


Tel.: 0221 9822-155
E-Mail senden 

 

© 2010 Malteser Hilfsdienst e.V.
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