
Als Julians Krankheit im November 2004 diagnostiziert wird, eröffnet der Arzt den fassungslosen Eltern, dass ihr Sohn unheilbar krank ist. Seine Lebenserwartung: kaum mehr als drei oder vier Jahre. Niemand kann sich vorstellen, was Eltern in einem solchen Moment durchmachen! Doch eines steht fest: Wer ein solch schweres Schicksal trägt, braucht Hilfe, braucht Menschen, die ihm beistehen, die Kraft geben, die zuhören und Trost spenden.
Frau Scheew hilft Julian und seiner Familie seit zwei Jahren ehrenamtlich. Jede Woche unternimmt sie etwas mit Julian. Sie sagt: „Sehen Sie, wie er sich freut. Wenn Julian lacht, ist das wie ein wärmender Sonnenstrahl. Der Junge ist mir ans Herz gewachsen – ich werde bis zu seinem letzten Tag für ihn da sein. Auch für seine Eltern. Denn allein kann ein Mensch ein so schweres Schicksal doch gar nicht durchstehen.“

Julians Mutter, Sabine H., nimmt die Unterstützung vom ambulanten Kinderhospizdienst dankbar an. Denn Julians Versorgung im Alltag verlangt ihr viel ab. An manchen Tagen muss sie bis an die Grenze ihrer Kraft gehen. Darum ist sie froh, dass sie in Karen Scheew eine so praktische, wertvolle Hilfe findet – und einen vertrauten Menschen, mit dem sie offen über ihre Sorgen und Ängste sprechen kann.
Welch schwere Last Mütter und Väter tragen, die zusehen müssen, wie der Lebensfunke ihrer geliebten Tochter oder ihres Sohnes erlischt, ist kaum zu ermessen. Die Aufgabe der Malteser ist es, unheilbar Kranken jeden Alters beizustehen und auch für Eltern und Angehörige da zu sein. Dafür sorgen die mehr als 2.300 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus fast 100 Hospizdiensten der Malteser.
Lesen Sie hier mehr über die Malteser Kinder- und Jugendhospizarbeit.
Letzte Änderung: 02.01.2012 – 10:35 Uhr