
Die Malteser haben in elf Gesundheitszonen in der Provinz Süd-Kivu die Impfung von mehr als 630.000 Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und 15 Jahren gegen Masern unterstützt.
Insgesamt müssen allein im Süd-Kivu in 25 Gesundheitszonen fast 1.200.000 Kinder geimpft werden, um sie vor einer Ansteckung zu schützen und eine weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern. Besonders stark gefährdet sind alle Kinder unter fünf Jahren.
Die Malteser arbeiten eng mit dem Kinderhilfswerk UNICEF zusammen, das die Impfstoffe zur Verfügung stellt, sowie mit lokalen Gesundheitsbehörden. „Unsere Teams koordinieren 733 lokale Teams, die in den Dörfern mit Megaphonen unterwegs sind, um die Bevölkerung über die Impfkampagne zu informieren“, berichtet Christof Ruhmich, Malteser International Programmkoordinator, aus Bukavu.
An Kirchen, Moscheen, Schulen und auf Marktplätzen weisen die Malteser mit Plakaten auf die Notwendigkeit der Impfung hin; TV- und Radiospots nennen Orte und Termine für die Impfungen. Von Bukavu und weiteren Standorten aus verteilen die Malteser die Impfstoffe auf die Gesundheitszentren in den elf Zonen.

„Ganz besonders wichtig für den Erfolg einer Impfkampagne ist die Einhaltung der Kühlkette. Der Impfstoff muss kontinuierlich kühl gelagert werden“, erläutert Ruhmich. „Hierfür nutzen wir dezentral aufgestellte und mit Petrol betriebene Kühlschränke und hunderte mobile Thermoboxen.“
Die Malteser bereiten das einheimische Personal in den Gesundheitszentren auf die Impfkampagne vor und sorgen dafür, dass die Mütter ihre Kinder zum Impfen bringen, infizierte Patienten qualifiziert behandelt werden und ein genaues Monitoring der Krankheitsfälle erfolgt.
Masern sind hochansteckend und können Lungenentzündung, Mangelernährung, starke Austrocknung oder Ohren- und Augenentzündungen auslösen. Bei fehlendem Impfschutz können Masern bis zu 15 Prozent der erkrankten Kinder töten.
Letzte Änderung: 02.01.2012 – 10:35 Uhr
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