
Ob durch Armut, Obdachlosigkeit oder tragische Schicksalsschläge – Menschen verlieren ihren Krankenversicherungsschutz schneller, als man denkt. Und trotz Versicherungspflicht ist die Wiederaufnahme in eine gesetzliche oder private Krankenkasse oft langwierig und teuer.
Dienstagmorgen, ein enges, kleines Wartezimmer: die Anlaufstelle der Malteser für Menschen ohne Krankenversicherung. Die Menschen, die hier warten sind unterschiedlich, aber eines ist doch gleich: Hierher kommt nur, wer keinen Ausweg mehr sieht und ernsthaft um seine Gesundheit, sein Leben bangt.
Die Schwangere: Maria M., die aus Bulgarien stammt, rutscht unruhig auf ihrem Stuhl hin und her. Sie macht sich große Sorgen, weil Blutungen eingetreten sind. Maria ist im siebten Monat schwanger. Mit ihrem Lebensgefährten und drei Kindern lebt sie in einer Obdachlosenunterkunft. Seit ihre Ehe geschieden wurde, ist sie nicht mehr krankenversichert.

Der Rentner: Maximilian K. war früher selbständiger Versicherungsvertreter. Als seine Umsätze vor einigen Jahren einbrachen, konnte er die Beiträge für seine Private Krankenversicherung nicht mehr aufbringen. Jetzt hat er einen Tumor, den man bereits fühlen kann. Doch um die nötigen Voruntersuchungen und Operationen aus eigener Tasche zu bezahlen, fehlt ihm das Geld.
Der georgische Junge: Pjotr kam zur Behandlung einer gefährlichen Gehirnzyste aus Georgien nach Deutschland. Doch trotz überstandener Operation klagt der Junge weiter über starke Kopfschmerzen und Mattigkeit. Aber schon in wenigen Tagen soll die Familie in ihre Heimat zurückkehren, weil die befristete Aufenthaltsgenehmigung abläuft.
Seit 2001 konnten die Malteser rund 26.000 Menschen ohne Krankenversicherung behandeln und rund 1.000 Babys auf die Welt holen, auf Wunsch auch anonym für die Betroffenen.
Die Malteser Migranten Medizin hilft in 11 Städten bundesweit. Unsere Hilfe wäre undenkbar ohne den selbstlosen Einsatz der Ärztinnen und Ärzte sowie das Engagement zahlreicher Helfer. Räumlichkeiten und personelle Unterstützung stellt der Malteser Hilfsdienst zur Verfügung. Für Sachkosten wie Medikamente und Diagnoseverfahren wie Blutuntersuchungen oder Röntgenaufnahmen brauchen wir Ihre Spende.
Helfen Sie gemeinsam mit den Maltesern: Bitte spenden Sie für Menschen in Not!
Letzte Änderung: 02.01.2012 – 10:35 Uhr