Am Unfallort: Der Fahrer des PKWs – in sich zusammengesunken, starrt er teilnahmslos vor sich hin. Leere im Kopf und ein leises Rauschen – emotionales Chaos. Gerhard Schöffel weiß: „Für den Unfallfahrer ist jetzt nur eines wichtig, er muss Abstand gewinnen, weg vom Ort des Geschehens. Da reichen schon 20 bis 30 Meter.“ Bereitwillig lässt sich Michael Jahn von Gerhard Schöffel zum etwas abseits stehenden Einsatzwagen führen. Seine Augen fragen: Warum hilfst du jetzt mir? Ich bin doch gar nicht verletzt. „Sie müssen dem Mädchen helfen, Sie müssen dem Mädchen helfen.“ Der Malteser klärt den Unfallfahrer auf: „Es sind genug Ärzte vor Ort, ich bin jetzt allein für Sie da.“
Wieder handlungsfähig machen: Jeder KIT-Mitarbeiter muss sich voll und ganz auf sein Gegenüber einlassen – laut Schöffel die schwierigste Aufgabe, denn jeder reagiert anders. „Wichtig ist, die Aufmerksamkeit ganz auf das Befinden des Gesprächspartners zu richten. Und herauszuhören, was er im Moment wirklich braucht. Wir müssen Ordnung in das emotionale Chaos bringen“. Durch die frühzeitige Hilfe wird den Betroffenen die Möglichkeit zur Stabilisierung verschafft, damit langfristige psychische Folgeschäden gar nicht erst entstehen. Kriseninterventionshelfer werden durch die Malteser speziell geschult, sowie vor und nach ihren Einsätzen psychologisch begleitet.
65 Euro tragen entscheidend zur 140-stündigen Ausbildung eines KIT-Helfers bei. Damit unsere ehrenamtlichen Helfer Menschen in Not schnell und wirksam helfen können: Bitte spenden Sie.
Letzte Änderung: 01.06.2010 – 11:03 Uhr