
Ein über 20 Jahre dauernder Bürgerkrieg im Süd-Sudan hat verhindert, dass genügend gute Krankenhäuser, Gesundheitsstationen, Ärzte und Helfer vorhanden sind. Deshalb erkranken und sterben hier immer noch so viele Menschen an Tuberkulose. Rechtzeitig erkannt, ist TB aber heilbar.
Durch Speicheluntersuchungen wird die Krankheit schnell und sicher festgestellt. Die Malteser bauen deshalb in Rumbek ein Labor für Reihenuntersuchungen und für die Ausbildung junger Laborassistenten. Ein Teil ist bereits fertig. Es fehlen noch Unterkünfte für die angehenden Labortechniker, die meist von weither kommen. Und ein sicheres Lagergebäude für Medikamente und medizinische Geräte wird auch noch gebraucht.
Viele Schüler warten schon, um mit der Ausbildung zu beginnen. Die meisten von ihnen sind jedoch sehr arm. Da wirklich jeder Helfer benötigt wird, unterstützen wir sie mit kostenlosem Lernmaterial, Essen und Unterkunft.

Die Ausbildung dieser jungen Frauen und Männer ist die Grundlage für den Kampf gegen TB – und sie gibt den jungen Menschen eine berufliche Zukunft. Eine der Auszubildenden – die 23-jährige Irene Aneno – schreibt uns hierzu: „…Im Süden Sudans gab es kein geeignetes Ausbildungs-Labor. Doch ich möchte unbedingt Laborassistentin werden. Möge Gott helfen, dass ich in dieser neuen Laborschule meine Ausbildung machen und auch beenden kann…“
Das zeigt, die Motivation der Menschen, beim Aufbau anzupacken, ist groß. Doch es fehlen die Mittel. Hier springen die Malteser ein und helfen, das Gesundheitswesen instand zu setzen, Helfer auszubilden und Soforthilfe zu leisten, wo es nötig ist. Ziel ist, möglichst schnell dafür zu sorgen, dass arme Länder wie der Süd-Sudan wieder ein funktionierendes Gesundheitssystem haben, um die TB und andere Krankheiten in den Griff zu bekommen.
Letzte Änderung: 18.08.2010 – 20:36 Uhr
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