
„Am liebsten würde ich wieder zurück nach Burma gehen. Die Menschen dort könnten meine Kenntnisse, die ich im Flüchtlingslager erworben habe, sehr gut brauchen“, sagt die 47-jährige Naw Law. 1994 musste die Frau aus Myanmar nach Thailand fliehen. Sie gehört den Karen an, einer Minderheit, die in Myanmar unterdrückt wird. Ihr Dorf wurde bombardiert, die Felder verwüstet, Frauen vergewaltigt.
Naw lebt seit 1994 in einem Flüchtlingscamp, in dem die Malteser einen umfassenden Gesundheitsdienst mit einheimischen freiwilligen Helfern aufbauten. Während Naw an den ersten Krankenschwesternkursen teilnahm, wurde sie selbst schwanger. Ihr Kind und sie konnten nur durch einen Notkaiserschnitt gerettet werden, den die Hilfe der Malteser ermöglichte. Auch die zweite Schwangerschaft endete in einer dramatischen Frühgeburt. Dass Naw Law heute zwei gesunde Kinder hat, verdankt sie der Arbeit der Malteser.
Seitdem ist Naw selbst mit Leib und Seele dabei: Nach Abschluss ihres Kurses begann sie als Krankenschwester für die Malteser zu arbeiten und bildete sich weiter fort. Dank ihres Wissens und ihrer langjährigen Erfahrung wurde sie vor zwei Jahren zur „Medic“, einer Hilfsärztin, ernannt. Trotz der Menge der täglichen Aufgaben ist Naw Law immer wieder froh, etwas für ihre Landsleute tun zu können.

Heute stellen wir die komplette Gesundheits- und Wasserversorgung für 2 Camps mit 37.000 Flüchtlingen sicher und verhindern, dass sich todbringende Krankheiten ausbreiten. Doch täglich müssen wir für das Überleben der Menschen kämpfen. Wir behandeln Kranke, impfen gegen Kinderlähmung, bilden Krankenschwestern aus. Wir verlegen Wasserleitungen und bauen Latrinen. Ohne uns Malteser würde die Gesundheitsversorgung zusammenbrechen. Hier, wie auch in anderen Ländern, sind unsere Hilfsprojekte oftmals die letzte Hoffnung.
Es fehlt jedoch so vieles: Wir brauchen dringend Klinikzubehör wie Stethoskope und Verbandsmaterial. Und Wassertanks und Mittel zur Trinkwasseraufbereitung für die Flüchtlingsfamilien! Bitte spenden Sie! Ihre Hilfe ist so wichtig. Jeder Euro zählt. Im Namen der Menschen, denen Sie Hoffnung schenken, danke ich Ihnen von Herzen.
Letzte Änderung: 02.01.2012 – 10:35 Uhr
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