Als Rebekka auf dem Rücken ihrer 14-jährigen Schwester Nola nach fast endlosem Marsch die Malteser Ernährungsstation im St. Joseph’s Hospital in Maracha erreicht, ist sie halb verhungert. Mehr als sechs Wochen lang hat ihre große Schwester nach dem Tod der Mutter versucht, den Säugling am Leben zu erhalten. Doch Rebekka magerte zusehends ab. Nola hatte kaum noch Hoffnung.
Dank der Hilfe durch die Malteser hat das kleine Mädchen überlebt! Eiweißreiche Nahrungsergänzung und Vitamine helfen Rebekka wieder zu Kräften zu kommen. Und Nola, die bereits in jungen Jahren Mutterpflichten übernehmen muss, weiß inzwischen, wie sie trotz bedrückender Armut gut für ihr Schwesterchen sorgt: Bei den Maltesern lernt sie Kochen, Gesundheits- und Säuglingspflege. Leben retten kann so einfach sein.
Thema Ernährung im Kongo
Fotogalerie Kongo
Anteil der Menschen, die nicht lesen und schreiben können: 33,2%
Anteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze: 35%
Sterberate bei der Geburt oder Schwangerschaft: 880 von 100.000 Müttern
Kindersterblichkeit: 136 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
HIV/AIDS-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren): 6%
Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu Trinkwasser: 40%
Unterernährte Bevölkerung: 19%
Letzte Änderung: 01.06.2010 – 11:03 Uhr